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Wie verschiedene Online-Portale berichten, versucht man derzeit im offiziellen Bushido Forum Fans zu mobilisieren, um die Bewertungen in der “Internet Movie Database” (IMDb.de) hochzutreiben bzw. zu manipulieren. Grund dafür sind offenbar die schlechten Kritiken in der Presse. Über die genauen Hintergründe hat das in der “Szene” allseits bekannte Online-Portal “gulli.com” ausführlich bericht erstattet.

Bei IMDb.de wurden bisher zu Bushido’s “Zeiten ändern Dich” 959 Stimmen abgegeben und 65 Kommentare (Rezensionen) geschrieben. Dies führte zu einer Gesamtbenotung von 1,8. Maximal möglich wären 10. So wie die Umfrage, fallen auch die Nutzerkommentare sehr unterschiedlich aus.

Die 250 bestbewertesten Filme auf IMDb.de kann man sich übrigens hier anschauen.

Weitere Berichterstattungen:
Zeiten Ändern Dich: Bushido reagiert auf schlechte Presse (laut.de)
Fans sollen IMDB-Wertung künstlich hochtreiben (gamona.de)
Bushido bettelt um Fan-Votings und versagt (moviepilot.de)
Internet Portal kritisiert Bushido für Voting Armee (hiphop.de)

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Wir haben euch hier mal einen kurzen Auszug von Kritiken zu Bushido’s Kinofilm “Zeiten ändern Dich” bereitgestellt. Die Bewertungen fallen meist nicht besonders gut aus. Hierbei handelt es sich übrigens nicht um Hater, sondern teilweise um echte Filmkritiker, die sich tagtäglich mit Kinofilmen befassen und Reviews schreiben.

„Was hat wohl Bernd Eichinger bewogen, diesen Film zu machen? Die filmische Biografie des Deutsch-Rappers Bushido zeigt, wie unsympathische Figuren mit dummen Sprüchen, falschem Stolz und Aggressivität ihre Zeit verplempern. Erschwerend kommt hinzu, dass der Rapper nicht schauspielern kann und seine Musik auch nicht gerade vor Originalität sprüht. Immerhin sieht er gut aus. Das verbindet ihn mit Verona Pooth; aber wer würde einen Film über deren Leben machen – und vor allem sehen wollen?“
– Cinema

„[...] Regisseur Uli Edel hat einmal Filme wie „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ oder „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ gemacht und zuletzt mit „Der Baader Meinhof Komplex“ internationalen Eindruck hinterlassen. Mit seinem aktuellen Werk kratzt er heftig an seinem Lebenswerk. Die völlige Undifferenziertheit der Betrachtung, der ungelenke Kommentar, Schauspiel und Dialoge auf dem Niveau einer Vorabendserie: Bushido hätte einen besseren Film verdient. Zurück bleiben einige wirklich gute Songs, ehrliche Texte, die von Einsamkeit und der Suche nach Liebe erzählen und dabei tief berühren. In diesen Momenten kann man ansatzweise nachvollziehen, was so viele Fans mit ihrem Idol verbindet. Natürlich erklingen im Film nur solche unbedenklichen Nummern, der Uneingeweihte wird nie erfahren, dass dieser Rapper auch ganz anders kann. Zwischendurch gibt’s auf die Fresse, Gruppensex im Tourbus und jede Menge Respekt, der eingefordert, aber selten entgegengebracht wird. [...] Anspruch: 0 Spannung: 1 Action: 1 Humor: 0 Erotik: 0“
– Nordkurier

„[...] Als inhaltliche Klammer für den harmlosen Episodenfilm dient eine Fahrt im Tourbus, in der Bushido über sein Leben reflektiert. Erinnerungen kommen hoch an den alkoholkranken Vater, der seine Mutter (Hannelore Elsner) schlägt, an seine erste Freundin, an seine Zeit als Dealer und Sprayer. Die Auseinandersetzung mit Erzfeind Sido unterschlägt „Zeiten ändern dich“. Edels fiktive Biografie ist immer dann am schwächsten, wenn sie ernsthaft die Probleme des Aggrorappers analysieren will. Peinlicher Höhepunkt ist Bushidos körperliche Auseinandersetzung mit seiner Freundin. Doch meistens regiert die Lust an der unfreiwilligen Komik, wenn korpulente Araber Säbel schwingend durch die Szenerie rennen oder Bushido als Schüler sich rappend an Goethes „Erlkönig“ versucht. [...]“
– Abendzeitung

„[...] Recht plump erzählt «Zeiten ändern Dich» jene Szenen aus Bushidos ersten 30 Lebensjahren nach, die das Image des Rappers auszeichnen: Als Kleinkind muss er miterleben, wie sein alkoholkranker Vater die Mutter verprügelt und dann aus dem Leben der Familie verschwindet. [...] Dann kommt aber auch schon der Aufstieg zum erfolgreichen Rapper und am Ende steht ein Berliner Konzert vor dem Brandenburger Tor samt großer Familienversöhnung an. Spätestens da haben Edel, Eichinger und Bushido jegliche Bodenhaftung verloren und liefern ein kolportagehaftes, spießiges Happy End, das der Bühnenfigur Bushido völlig zuwider läuft. Dessen Selbstinszenierung als cooler, aufrechter Macho wird durch unfreiwillig komische Szenen und dilettantische schauspielerische Leistungen sabotiert. [...] Und Bushido, der sich als Erwachsener selbst spielt und die Geschichte aus dem Off erzählt, ist kein schauspielerisches Naturtalent und wirkt eher peinlich. Cool ist allenfalls Schlagersänger Karel Gott. Als die Fanmassen vor dem Brandenburger Tor ungeduldig auf die Ankunft Bushidos warten, bringt er sie dazu, mit ihm das Lied von «Biene Maja» zu singen. Das zeugt von künstlerischer Klasse und Selbstironie.“
– Ad Hoc News

„[...] Bushido wird komplett Talkshow-tauglich gemacht. Sein Frauenverschleiß, mit dem er im Buch angibt, kommt nicht mehr vor. Drogentrips und Schlägereien verschwinden ebenfalls unterm Teppich. Selbst das legendäre Krawall-Plattenlabel “Aggro Berlin” – im Film besonders szenefremd in “Hardcore” umbenannt – wird zu einer Kellerklitsche heruntergestuft. [...] Um den Quatsch mit Soße glaubhaft herüberzubringen, braucht es schon den echten Bushido – und der kriegt das in den Spielszenen sogar ordentlich hin. Sobald er jedoch aus dem Off seine eigenen Gedanken und Handlungen erklärt, schmiert der Film ab: Einen ungelenkeren Sprecher hätte man kaum finden können. “Sendung mit der Maus” goes Problemkiez. [...]“
– Spiegel Online

„[...] Kein Brutalo-Film. Kein Konzert-Film. Ein Kino-Denkmal für Bushido, das polarisiert und versöhnt. Kino zum Nachdenken.“
– Bild

„[...] Bernd Eichinger scheint ein gewisses Händchen für Filme zu haben, die immer ganz anders geraten, als sie eigentlich geplant waren. Die hohe Kunst des Aus-dem-Ruder-laufens ist sozusagen seine ganz eigene Handschrift. Insofern ist „Zeiten ändern dich“ nach „Der Untergang“ und „Der Baader Meinhof Komplex“ irgendwie auch ein würdiger Abschluss von Eichingers Deutschland-Trilogie.“
– Welt Online

„[...] “Zeiten ändern Dich” ist ein prolliger Film, der die kleinen Männerwelten, in denen sich Bushido bewegt, seine Wichtigtuerei nicht ausstellt und nicht dekonstruiert, auch nicht mit Glamour verklärt, sondern einfach blöde verdoppelt. [...] In dem der Immoralist Bushido Moral predigt: Kein Alkohol, kein Schweinefleisch. Familie, Ehre, Mutterliebe. Wenn der Bub daheim Drogen vercheckt, schmiert die Mutti die Brote dazu. Eine Komödie? Oder können die das ernst meinen? [...] Schon Bushido ist eine Kunstfigur aus angeschminktem Kriegertum, angeschminktem Ghetto, angeschminkter Provokation, und es ist eigentlich nur lächerlich, wenn ein paar desorientierte Wohlstandskinder ja allen Ernstes glauben, sie seien “Straße” und sich zu Erniedrigten und Beleidigten stilisieren, um dann Bushido als ihren Sprecher zu akzeptieren. Wer von denen aus einer Million, die Bushidos Autobiographie gekauft haben, ist denn wirklich “Straße”? [...] Laufen wird das Ganze natürlich trotzdem. Es gibt genug Neukölln in Deutschland. Aber das ändert, wie immer, gar nichts. “Zeiten ändern Dich” ist unfreiwilliger Volltrash.“
– Telepolis

“[...]Selbst bei Vollblutkomödien wurde in Pressevorführungen selten so laut und viel gelacht wie bei „Zeiten ändern dich“.[...] Wenn er seiner Freundin eine klebt, dann ist das nicht erschreckend oder schockierend, sondern bestenfalls unfreiwillig komisch. Und der gestelzte Off-Kommentar hört sich gar an, als würde ihn ein Grundschüler vorlesen.[...] Fazit: „Zeiten ändern dich“ ist als Bushido-Biographie nichts Halbes und nichts Ganzes, sondern einfach lächerlich. Bushidos Schauspielversuche und die nur selten natürlich anmutenden Dialoge ermöglichen keinen Blick in die Seele eines Künstlers, sondern sind allein Nährboden für unfreiwillige Komik. Auf Gutdeutsch: „Zeiten ändern dich“ ist reine Geldschneiderei.”
– Filmstarts

“[...] Zeiten ändern dich ist oft langweilig, manchmal amateurhaft. Das Werk unterschlägt Infos und untergräbt Erwartungshaltungen. Witzig und spannend sind oft nur die Stars in Nebenrollen. [...] So ganz schlüssig wird man aber bei Bushidos Kampf um Anerkennung auf der Leinwand nie. “DerElfteSeptember” als Auslöser einer Musikkarriere ist unglaubwürdig. Für einen Rapper ist Bushido ein mehr als lausiger Off-Sprecher. Ganz anders, als überall kolportiert, hat der vermeintliche Groupie-Knaller nur zweimal Sex im Film. Er prügelt sich nie richtig, lebt quasi drogenfrei. Und sein Ex-Label “Aggro Berlin” wird lächerlicherweise “Hardcore” genannt im Film. [...]”
– Outnow

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